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Von der elektrischen Kraftstoffpumpe wird der Kraftstoff aus dem Tank durch das Filter angesaugt und in die Kraftstoffleitung gedrückt.

Der Druckregler begrenzt den Druck in der Kraftstoffleitung auf 2,1 bar. Vom Druckregler aus strömt der überschüssige Kraftstoff durch eine Rücklaufleitung in den Tank zurück. Die in den Einlasskanälen im Zylinderkopf eingebauten Einspritzventile sind an die Kraftstoffleitung angeschlossen.

Die Öffnungszeiten der Einspritzventile wird hauptsächlich durch die Belastung und die Drehzahl des Motors bestimmt.

Der Druckfühler misst den Absolutdruck im Sammelsaugrohr und verwandelt diesen in einen elektrischen Wert, der dem Steuergerät gemeldet wird. Nachdem der Druck im Saugrohr zum Lastzustand des Motors proportional ist, erhält das Steuergerät auf diese Weise Information über die Belastung des Motors.

Die Kontakte im Einschub des Zündverteilers melden als Impulsgeber dem Steuergerät die Drehzahl des Motors.

Das Steuergerät verarbeitet diese Informationen und bestimmt, wie lange die Einspritzventile offen sein sollen, damit die richtige Kraftstoffmenge eingespritzt wird.

Neben der Grundmenge muss während des Anlassens, beim Warmlaufen und beim Beschleunigen eine zusätzliche Kraftstoffmenge eingespritzt werden. Bei Kaltstart wird dem Motor Zusatzkraftstoff durch das Startventil auf dem Sammelsaugrohr zugeführt.

Beim Warmlaufen erhält das Steuergerät Information vom Temperaturfühler für Kühlflüssigkeit und lässt deshalb die Einspritzventile etwas länger geöffnet.. Damit der Motor aber mit der höheren Kraftstoffmenge zufriedenstellend arbeitet, ist Zusatzluft erforderlich. Diese wird durch den Zusatzluftschieber zugeführt, der jedoch mit steigender Motortemperatur nach und nach geschlossen wird.

Der Drosselklappenschalter gibt beim Beschleunigen dem Steuergerät das Kommando für Zusatzkraftstoff. Wenn das Gaspedal niedergetreten wird, werden Signale vom Drosselklappenschalter ausgeschickt und das Steuergerät lässt die Einspritzventile einige Male zwischen den normalen Einspritzvorgängen einspritzen.

Der Drosselklappenschalter hat noch eine andere Funktion. Bei Loslassen des Gaspedals und Schiebebetrieb gibt der Drosselklappenschalter dem Steuergerät die Information, die Kraftstoffeinspritzung abzuschalten. Bei 1 000 U/min werden die Einspritzventile wieder eingeschaltet, damit der Übergang auf die Leerlaufdrehzahl gewährleistet ist. Liegt die Motordrehzahl vor Beginn des Schiebebetriebs unter 1 700 U/min, wird der Kraftstoff nicht abgeschaltet.

[[TP 10582/1 02.1970]]