Restaurieren

Schottblech

picture

Das Schottblech (Kotflügelinnenblech) deckt das Radhaus zur A-Säule hin ab und schützt vor Wasser, Schlamm, Splitt, etc. Es besteht aus gepresstem Stahlblech und hat an der Längsseite zum Kotflügel hin eine dicke Dichtleiste aus Gummi.Befestigt wird es mit 3 bzw. 6 Schrauben an einem Falz, der aus dem Innenkotflügel ragt.

Die Spitze des Schottblechs und Teile des Falzes sind häufig weg gerostet, weil das Radhaus nicht sorgfältig gereinigt wurde und sich Dreck- und Salzreste festgesetzt hatten.

Klopft man mit einem Gummihammer das Schottblech ab und es rieselt Rost, Blechteile und Schmutz, dann kann  man erahnen, was einem nach der Demontage des Schottblechs erwartet.

Rund um Scheinwerfer und Blinker

pictures

Rund um die Aufnahmen für den Lampentopf und den Sockel des Gehäuses für Stand- und Blinklicht ist das Blech vom Rost zerfressen.

Jetzt müssen die Reste abgetrennt, neue Bleche zugeschnitten, fachgerecht eingesetzt, verschweisst und verzinnt werden. Anschliessend mit Rostprimer behandeln. Nach Grundierung Lackierung von innen und aussen, sorgfältig mit Heisswachs versiegeln.

Zur Vorbeugung im regelmässigen Abstand die Chromringe vom Lampen- und Blinkergehäuse demontieren und den Zustand kontrollieren. Schmutz und Streusalz abspülen. Den Chromring auf die Lampenfassung so aufsetzen, dass der Wasserablauf genau an der tiefsten Stelle liegt.

 

Typische Schweissfugen

picture

An der Front, am Heck und an den Seitenschwellern lassen sich Reparaturen auf der Basis von Spachtelmasse besonders gut erkennen. Nicht jeder weiss, dass der Volvo typische Schweissfugen hat, und deshalb werden diese gerne mit Füller geglättet.

Die typischen Fugen sind am Frontblech, am Heck und an den seitlichen Schwellern. Sind die Fugen nicht sichtbar, dann sollte man auch von innen nachschauen. Mit einem Magnet lassen sich unsachgemässe Reparaturen schnell identifizieren.

Abb. links: Eine der Schweissfugen ist deutlich zu erkennen. die andere zwischen Lampentopf und Blinkergehäuse ist mit Spachtelmasse zugekleistert. Die Roststellen um die Gehäuse von Scheinwerfer und das Blinkergehäuse wurden mit Glasfasermatten kaschiert. Pfusch eben.

Abb. rechts: Beide Schweissfugen an der Front sind deutlich zu erkennen.

Batteriekasten

motor_1 Auch bei gut gepflegten Fahrzeugen ist der Batteriekasten häufgig angerostet. Er wurde von Säuredämpfen angegriffen und korrodiert. Die Bodenplatte ist in vielen Fällen schon durchlöchert, Wasser und Säurelösung dringt durch und wird vom Filz der Dämmmatte im Innenraum aufgesogen.

Im Motorraum des Volvo 1800 sind die thermischen Verhältnisse äusserst unbefriedigend. Die einzelnen Aggregate liegen eng beieinander, die Luft kann kaum zirkulieren. Sie wird von der Strahlungswärme des Hosenrohr noch zusätzlich aufgeheizt und staut sich vor der Spritzwand. An dieser ungünstigen Stelle ist die Batterie eingebaut.

Ein neuer Batteriekasten ist bei den Ersatzteilhändlern erhältlich oder kann von geschickten Händen selbst angefertigt werden.

Zur Vorbeugung im Frühjahr und Herbst die Batterie ausbauen und den Batteriekasten mit klarem Wasser spülen. Falls saugfähige Dämmmatten eingeklebt sind, diese entfernen und ein Material verwenden, das keine Flüssigkeiten speichern kann.

Beim Laden der Batterie beachten, dass die Batterie nicht überladen wird, da Schwefelsäure austreten könnte.